Vorbereitung & Projektablauf
Wie läuft ein typisches Architekturfotoshooting ab?
Ich verfolge ein transparentes, partnerschaftliches Prozessmodell, das sich am hohen Standard des Bundesverbandes Architekturfotografie (BVAF) orientiert. ① Anfrage & Kontext
Sie teilen mir die Eckdaten Ihres Projekts mit: Welcher Zweck wird verfolgt (z. B. Wettbewerb, PR, Monografie)? Welche gestalterischen Besonderheiten zeichnen den Entwurf aus? Auf dieser Basis erstelle ich Ihnen ein transparentes Festpreisangebot mit optionalen Modulen.
② Konzeption & Briefing
Im gemeinsamen Vorgespräch definieren wir die Parameter des Shootings. Wir besprechen die Kernbotschaft Ihrer Architektur: Welche Sichtachsen, Details und Lichtstimmungen (Innen-, Außen- oder Nachtaufnahmen) müssen inszeniert werden? Einen hervorragenden Ausgangspunkt für das Briefing bietet die Checkliste des BVAF. ③ Scouting & Vorbereitung
Architekturfotografie lebt vom Timing. Ich analysiere den Sonnenstand und die Gegebenheiten vor Ort. Für ein perfektes Ergebnis wird das Objekt von Ihrer Seite bezugsfertig, gereinigt und frei von Störfaktoren übergeben – hierzu stelle ich Ihnen vorab eine Checkliste zur Verfügung. Auch hierzu existiert eine hervorragende Handreichung des BVAF. ④ Das Shooting
Die fotografische Dokumentation führe ich eigenständig und mit vollem Fokus auf die Geometrie und Materialität des Gebäudes durch. Bei komplexer Haustechnik oder Zugangsbeschränkungen ist ein telefonisch erreichbarer Ansprechpartner vor Ort ideal.
⑤ Postproduktion & Übergabe
In der digitalen Dunkelkammer entwickle ich einen maßgeschneiderten Bildlook, der die Tektonik und Atmosphäre Ihres Entwurfs unterstreicht. Dazu gehören die Korrektur stürzender Linien sowie die professionelle Retusche störender Bauelemente. Sie erhalten die Daten perfekt optimiert für Ihre Zielmedien (Web und Print).
Flexibilität im Fokus: Sollte Ihr Projekt ein abweichendes Vorgehen erfordern – beispielsweise eine gemeinsame Bildauswahl vor Ort oder ein mehrteiliges Shooting nach Jahreszeiten – passe ich den Prozess flexibel an Ihre Anforderungen an.
Zu welchem Zeitpunkt nach der Fertigstellung des Gebäudes wird der ideale Zeitpunkt für das Fotoshooting angesetzt?
Der optimale Zeitpunkt liegt in dem kurzen Zeitfenster, in dem das Gebäude baulich vollständig abgeschlossen und feingereinigt ist, aber noch bevor die Spuren intensiver alltäglicher Nutzung die reine Form überlagern. Bei Wohn- oder Bürogebäuden empfiehlt sich die Dokumentation unmittelbar nach der Möblierung, jedoch idealerweise kurz vor dem finalen Einzug der Nutzer.
Macht ein Shooting bereits Sinn, wenn das Projekt noch nicht zu 100 % fertiggestellt ist (z. B. bei unfertigen Außenanlagen)?
Generell sollte der Bau komplett abgeschlossen und gereinigt sein. Sollten jedoch unaufschiebbare Deadlines (wie Wettbewerbsabgaben) anstehen, lässt sich ein Shooting durch gezielte Perspektivwahl und eine fokussierte Detail-Dokumentation oft realisieren. Fehlende Details oder kleinere visuelle Störfaktoren im Außenbereich können zudem – sofern im Vorfeld vereinbart – im Rahmen der High-End-Postproduktion digital kompensiert werden.
Wie tiefgreifend gestaltet sich die fotografische Vorbereitung im Vorfeld des Shootings?
Die Vorbereitung umfasst eine digitale Sonnenstandsanalyse für den exakten Shooting-Tag, die Sichtung von Plänen sowie einen intensiven Erfahrungsaustausch mit dem Auftraggeber. Wo immer möglich, wird der eigentliche Aufnahmetag durch ein physisches Location-Scouting vorbereitet, um Perspektiven und Lichtverläufe im Vorfeld exakt zu prüfen.
Ist die persönliche Anwesenheit der Architekten oder Bauherren während des Shootings erforderlich?
Das hängt vom Leistungsumfang ab. Bei reinen Außenaufnahmen tagsüber ist eine Präsenz in der Regel nicht notwendig. Müssen jedoch Innenräume dokumentiert, Schließsysteme bedient oder komplexe Licht- und Jalousienszenarien (insbesondere für Aufnahmen zur Blauen Stunde) gesteuert werden, ist ein kompetenter Ansprechpartner oder Haustechniker vor Ort unverzichtbar. Bei Interieur-Aufnahmen empfiehlt sich die Begleitung durch einen Vertreter Ihres Büros, um finale Abstimmungen direkt am Monitor vornehmen zu können.
Wie wird verfahren, wenn am geplanten Shooting-Tag das Wetter oder die Lichtverhältnisse nicht optimal sind?
Architekturfotografie ist vom Licht abhängig. Sollte das Wetter am geplanten Termin nicht der konzeptionell geforderten Stimmung entsprechen (z. B. dichter Dauerregen statt der benötigten harten Schattenwürfe), wird das Shooting professionell verschoben. Als Fotograf beobachte ich die meteorologische Entwicklung im Vorfeld genau und halte mir für Ihr Projekt entsprechende Ausweichfenster frei, um die geforderte Bildqualität zu garantieren.
Konzept, Ästhetik & Bildsprache
Wie wird sichergestellt, dass die Fotos den ursprünglichen Entwurfsgedanken transportieren und den städtebaulichen Kontext berücksichtigen?
Die visuelle Übersetzung Ihrer Architektur basiert auf einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Objekt. Vor dem Shooting werden Pläne, Grundrisse und Leitideen des Entwurfs analysiert. Das Ziel ist es die im Entwurf verankerten Sichtachsen, Proportionen und den Genius Loci fotografisch lesbar zu machen.
Wie wird mit dem Thema Staffage umgegangen – werden Räume belebt oder leer dokumentiert?
Form folgt Konzept. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung und werden im Vorfeld mit Ihnen abgestimmt. Während eine reduzierte, leere Aufnahme die pure Geometrie und Tektonik in den Vordergrund stellt, kann die gezielte Einbindung von Menschen Dimensionen verdeutlichen und die beabsichtigte Nutzung des Raumes spürbar machen.
Werden Aufnahmen auch zu spezifischen Tages- und Nachtzeiten realisiert, um Lichtkonzepte zu visualisieren?
Ja. Licht wird in der Architekturfotografie als elementares Baumaterial verstanden. Ob die Inszenierung harter Schattenwürfe im Mittagslicht, die sanfte Modellierung von Fassadenstrukturen im Streiflicht oder die Balance aus Innenbeleuchtung und natürlichem Restlicht während der Blauen Stunde (Nachtarchitektur), die Aufnahmezeiten richten sich nach dem architektonischen Konzept und den meteorologischen Gegebenheiten.
Nutzungsrechte, Publikationen & Wettbewerbe
Sind die Nutzungsrechte für Tag der Architektur, nationale und internationale Architekturwettbewerbe im Honorar enthalten?
Sämtliche Nutzungsrechte werden maßgeschneidert auf Basis Ihrer spezifischen Anfrage kalkuliert und direkt in das Angebot eingerechnet. Wenn Sie planen, das Projekt bei bestimmten Architekturpreisen oder Wettbewerben einzureichen, wird dies im Vorfeld im Lizenzumfang berücksichtigt, sodass Sie rechtlich vollkommen abgesichert agieren.
Dürfen die Bilder uneingeschränkt für die eigene Webseite, Monografien und Social Media genutzt werden?
Die zeitlich und räumlich unbeschränkte Nutzung der Bilddaten für Ihre eigene Webseite sowie für Ihre hauseigenen Social-Media-Kanäle ist der absolute Standard und in jedem regulären Auftrag vollumfänglich enthalten. Weitergehende Nutzungen, wie etwa der Druck in großen Verlags-Monografien, werden direkt auf Basis Ihres konkreten Bedarfs im Angebot ausgewiesen.
Sind die Fotos direkt für die Einreichung bei großen Fachmagazinen freigegeben?
Die Freigabe und Optimierung der Daten für die redaktionelle Pressearbeit und die Einreichung bei den relevanten Fachmedien der Architekturbranche wird auf Wunsch direkt auf Basis Ihrer Anfrage in den Lizenzumfang einkalkuliert. Sie erhalten die Daten in den dafür geforderten Spezifikationen.
Dürfen beteiligte Projektpartner (Fassadenbauer, Interieurdesigner,…) die Fotos ebenfalls nutzen?
Beteiligte Projektpartner können die Bildrechte direkt über mich nachlizenzieren. Um rechtliche Unklarheiten zu vermeiden, läuft die Erteilung von Unterlizenzen grundsätzlich über den Tisch des Fotografen. Eine solche Lizenzierung an Dritte erfolgt naturgemäß nur dann, wenn im Vorfeld keine strikte Exklusivnutzung durch Sie als Hauptauftraggeber vereinbart wurde.
Wie wird die Nennung des Urhebers bei Veröffentlichungen durch Dritte geregelt?
Bei jeglicher redaktionellen und pressebezogenen Nutzung durch Dritte ist die Nennung des Fotografen erforderlich (in der Regel im Format „Foto: Philipp Eigner“, optional ergänzt um den Namen Ihres Büros). In Kontexten, in denen allen Projektbeteiligten Credits gegeben werden, gilt dies gleichermaßen. Bei rein werblichen Nutzungen durch Dritte (z. B. Produktwerbung von Materialherstellern) kann die Nennung gegen eine entsprechende Kompensation entfallen.
Postproduktion
Wie stark wird digital in die Bilder eingegriffen (z. B. Retusche von Mülltonnen, Schildern oder Kabeln)?
Der Grad des digitalen Eingriffs richtet sich nach dem gewünschten Ansatz: von der streng dokumentarischen Abbildung bis hin zur hochglanzpolierten, idealisierten Inszenierung. Grundsätzlich gehört die dezente digitale Bereinigung von temporären Störfaktoren (wie Baustellenresten, Leitungen oder Verschmutzungen) zum Standard, um die reine architektonische Intention freizulegen.
In welchem Dateiformat, welcher Auflösung und über welchen Weg werden die finalen Daten zur Verfügung gestellt?
Die Auslieferung der hochaufgelösten finalen Bilddaten erfolgt als passwortgeschützter Downloadlink nach Ihren Spezifikationen im tiff oder jpg-Format in auf die Anwendung angepassten RGB- oder CMYK-Farbräumen. Gern konsultiere ich die Vorgaben, die Sie von Magazinen, Druckereien oder Wettbewerben erhalten haben.
Investment & Abwicklung
Wie setzt sich das Honorar für eine professionelle Architekturdokumentation zusammen?
Die Honorierung basiert auf einem transparenten Festpreismodell, das auf Ihre spezifischen Rahmenbedingungen zugeschnitten ist. Nach einer qualifizierten Aufwandsschätzung erhalten Sie vorab ein verbindliches Angebot mit einer detaillierten Leistungsbeschreibung. Es gibt keine nachträglichen Überraschungen durch unvorhersehbare Stundenabrechnungen.
Das Honorar setzt sich im Wesentlichen aus drei Komponenten zusammen:
① Shooting-Pauschale: Deckt den Aufwand vor Ort (Anzahl der Motive, Zeitfenster, Komplexität, Creative Direction) sowie die anschließende Postproduktion ab.
② Nutzungsrechte: Spiegelt den konkreten wirtschaftlichen und kommunikativen Nutzen der Fotos für Ihr Büro wider (Zeitraum, Medien, Distribution). Als verlässliche Orientierung dient hierbei die offizielle Kooperationsvereinbarung zwischen dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) und dem Bundesverband Architekturfotografie (BVAF). ③ Reisekosten: Die reine An- und Abreise zum Objekt (innerhalb der Stadt Bremen kostenfrei).
Da jedes Projekt ein Unikat ist, variieren die Budgets: Projektpreise beginnen in der Regel im unteren vierstelligen Bereich.
Warum werden die Leistungen nach Projektaufwand kalkuliert und nicht nach einem festen Preis pro Einzelbild?
Ein Festpreis pro Bild wird der Komplexität hochwertiger Architekturfotografie nicht gerecht. Um die Lichtführung eines Gebäudes bestmöglich zu nutzen, braucht es Zeit vor Ort. Ein pauschaler Stückpreis führt oft dazu, dass Quantität über Qualität gestellt wird. Mein Ansatz garantiert, dass der volle Fokus auf dem perfekten Ergebnis liegt, unabhängig davon, wie viele Stunden für das eine, alles entscheidende Motiv benötigt werden. Das Festpreisangebot fängt dieses Projektrisiko komplett für Sie ab. Aus diesem Grund beschäftigen wir uns im Vorfeld genau mit den Anforderungen und Gegebenheiten.
Werden auch kostengünstige Dokumentationen für die reine Immobilienvermarktung angeboten?
Nein. Der Fokus liegt exklusiv auf der High-End-Architekturfotografie für Urheber, Designer und Institutionen. Die handwerkliche Tiefe, die mein Anspruch ist, die konzeptionelle Vorbereitung und ästhetische Darstellung, die für Wettbewerbe und Fachpublikationen zwingend erforderlich sind, lassen sich mit den Budgets der Immobilienvermarktung in Maklerportalen nicht vereinbaren.
Mit welchen Vorlaufzeiten muss gerechnet werden, um ein Projekt zu realisieren?
Eine Umsetzung innerhalb eines Monats nach der ersten Anfrage ist in den meisten Fällen realisierbar. Da die Architekturfotografie extrem stark von saisonalen Faktoren und Wetterperioden abhängig ist, empfiehlt sich eine frühzeitige Kontaktaufnahme. Bei extrem kurzen, unaufschiebbaren Deadlines (z. B. kurzfristigen Wettbewerbsabgaben) wird im Rahmen der kapazitären Möglichkeiten immer versucht, eine zeitnahe Lösung zu realisieren.
Wo ist der Architekturfotograf Philipp Eigner verfügbar?
Als Architekturfotograf bin ich in Bremen, Hamburg und Hannover tätig. Gern stehe ich Ihnen auch bundes- und europaweit zur Verfügung, um Ihr Objekt hochwertig ein Szene zu setzen.
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